Cäsar W. Radetzky
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venerdi santo

Venerdi Santo
Gedanken um den Tod
München 1998.
Ahorn-Grieneisen Gruppe
und Cäsar W. Radetzky
Katalog zur Ausstellung
Preis DM 28,00

Venerdi Santo
Gedanken um den Tod

Eine Ausstellung im Haus der Trauerkultur München, 1998.

Venerdi santo ist ein Zyklus, der aus 8 Bildtafeln besteht. Die Suche nach dem Ich an den Grenzen seiner Existenz wird mit den Mitteln der Farbe, des Raumes und der plastischen Form distanziert beobachtet, nicht herausgeschrien. So unterliegt auch die Abfolge der einzelnen Tafeln einer strikten Dramaturgie, die von den wechselnden Form- und Raumverhältnissen zwischen der weiblichen Figur, den Landschaftselementen und den Schatten aus dem Totenreich bestimmt wird. Teilweise sind die Vorder- und Hintergründe deutlich voneinander geschieden, teilweise schwimmen sie, der Existenzform des "Übergangs" entsprechend, ineinander und erzeugen einen diffusen Raum, in dem sich die Figuren behaupten müssen. Immer bleiben sie durch Gesten, Blicke, Horizontalen und Vertikalen verbunden, miteinander in Fühlung. Harmonische und statische Bildzonen wechseln mit Partien von expressiver Dynamik und erinnern an Oskar Kokoschka, bei dem Radetzky in den 70er Jahren an der Salzburger Sommerakademie studiert hat. (Dr. Andreas Kühne)

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Venerdi Santo V

Die direkte Konfrontation des Lebens mit dem Tod ist entstanden. Ein junges Leben ist eingetreten in die Welt der Verstorbenen. Angstvoll verharrt es in dem bedrückenden, fremden Raum. Es kommt in erschreckend enge Berührung mit der ihm unbekannten Welt.

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Venerdi Santo VII
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Venerdi Santo VIII

Das Leben ist ausgeschlossen. Gleich wartenden an einer Bushaltestelle verharren die Toten entseelt auf ....... ich weiß nicht, auf ihre Erlösung vielleicht? Aus den dunklen grauen Tiefen mutieren die Seelen, dargestellt als Köpfe, in eine neue Sfofflichkeit, die vor einem unbekannten Hintergrund in leuchtenden Farben erscheint. Sie werden befreit aus ihrem "Zwischenlager" und steigen nach oben, hin zu einer neuen Realität.


6/01 - © Cäsar W. Radetzky 2001